Nachhaltigkeit

Unser Klimareport 2020

Unsere Klimareporte

Wir freuen uns darüber, jetzt auch offiziell ein klimaneutrales Unternehmen zu sein.

— Oliver Schmitt, Gründer und Geschäftsführer re-lounge

Es ist Anfang 2022 und eine Normalität kehrt – wenn überhaupt - nur langsam zurück. Etwa 1 Jahr und 10 Monate Homeoffice und so gut wie keine persönlichen Treffen mehr – die besonderen Umstände haben sicher nicht nur bei uns zu geringerem CO2-Verbrauch in vielen Bereichen des betrachteten Jahres 2020 geführt. In Bezug auf die vorherrschende Klimakrise ist das voraussichtlich einer der wenigen positiven Aspekte der COVID-19-Pandemie, nur leider nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach wie vor gilt es also mit vereinten Kräften für die Zukunft kommender Generationen einzustehen.

So ist für uns selbstverständlich, auch für 2020 unseren mittlerweile dritten Klimareport zu erstellen und unseren CO2-Fußabdruck durch Förderung von Klima-Projekten auszugleichen. Dieses Mal haben wir in der Vorgehensweise einiges geändert.

Ziel erreicht: re-lounge ist klimaneutrale Agentur

Wir haben uns entschieden, unsere Berechnungen noch genauer zu führen. Über den Rechner von myclimate haben wir alle unsere Daten eingetragen und so unseren CO2-Verbrauch von Profis bestimmen lassen. Als "i-Tüpfelchen" gab es das Siegel "klimaneutraler Betrieb" obendrauf.

re-lounge transparent

Natürlich mussten wir wie gewohnt unseren Verbrauch erst einmal in Handarbeit zusammentragen und haben dabei - gegenüber den Vorjahren - weitere Verbrauchsdaten erhoben. Denn der Rechner von myclimate will zum Beispiel auch wissen, wie viel Weg die Mitarbeiter:innen zur Arbeit zurücklegen oder wie viel Müll in der Agentur angefallen ist. Insgesamt sind wir so auf einen Gesamtverbrauch von 22,6 t CO2 gekommen, den re-lounge im Jahr 2020 verantwortet.

Papier

Unser Lockdown-Papierverbrauch lag 2020 bei 168 Rollen Toilettenpapier und Küchenrolle sowie 7.800 „Blatt“ Papier. Auch unser Weihnachtsmailing haben wir ausschließlich digital versendet, da die Empfängerinnen und Empfänger zum größten Teil gar nicht in ihren Büros erreichbar gewesen wären, um analoge Post zu empfangen. Selbstverständlich verwenden wir wo irgend möglich Recyclingpapier. Und während wir uns unser Druckerpapier tatsächlich liefern lassen, erledigen wir alle Einkäufe für Hygienepapier, Lebens- oder Putzmittel zu Fuß und verbrauchen hier kein zusätzliches CO2.

Reisen

Nach nur zwei entfernteren Kundenterminen - einer in Basel, einer in Stuttgart – war für uns 2020 Schluss. Wie wohl viele Firmen waren auch wir erstaunt, wie viele Termine sich gut per Videokonferenz machen lassen. Nichtsdestotrotz haben wir das tatsächliche Zusammentreffen mit Kund:innen ab und zu vermisst und freuen uns darauf, diese in Zukunft wieder etwas häufiger wahrzunehmen. Selbstverständlich – wie schon zuvor – bevorzugt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Bahn, gefolgt von Car Sharing und möglichst ohne Flüge.

Neu für uns ist, dass myclimate auch die Wege zur Arbeit berechnen will, die wir alle zurücklegen. Ab März 2020 waren wir ganz im Homeoffice, auch davor sind unsere Mitarbeiter:innen meist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder klimaneutral mit der Bahn zur Arbeit gekommen.

Energie

Der Energieverbrauch in unserer Agentur ging 2020 trotz Homeoffice ab März zu unserem Erstaunen nicht zurück, sondern hat sich leicht erhöht. Deshalb haben wir Mittel und Wege gefunden, unseren Energieverbrauch noch besser zu regulieren und sind gespannt, wie sich der Verbrauch in den nächsten Jahren - hoffentlich zum Besseren - entwickeln wird. Dazu mehr in den kommenden Klimareports.

Verpflegung

Neu bei der Berechnung über myclimate ist die Berechnung der gesamten Verpflegung. Außer dem auch bisher beachteten Kaffeeverbrauch, floss nun auch unser Verbrauch an (Mineral-)wasser und Tee mit ein. Im nächsten Jahr müssen wir hier wohl noch ein wenig nachjustieren und sehen, ob und wie wir sporadische Verpflegungen aufnehmen können. Der Kaffeeverbrauch sank wie zu erwarten enorm von 72 kg auf 36 kg – allerdings haben wir als Team re-lounge ziemlich sicher nicht weniger Kaffee konsumiert. Nur können wir den Kaffee aus dem Homeoffice leider nicht erfassen – das wäre doch ein wenig zu aufwendig.

Abfall

Ebenfalls ganz neu ist die Berechnung der Müllmenge, in die wir uns einarbeiten mussten. Hier werden wir die tatsächliche Verbrauchsmenge besser beobachten müssen, eventuell auch mal unsere Restmüllsäcke und gelben Säcke wiegen und konnten uns zunächst nur mit Schätzungen behelfen. 240 kg Restmüll und 144 kg recyclebares Plastik im gelben Sack haben diese Schätzungen ergeben. Wie immer haben wir versucht lieber zu viel als zu wenig anzunehmen.

Was wir im Alltag tun

  • Ökostrom in unserer Agentur
  • Hosting mit Ökostrom
  • Car-Sharing
  • Bahnfahrt statt Flug (wenn sinnvoll möglich)
  • Print-Werbung konsequent abbestellen
  • Regionale Bio-Obstkiste
  • Recycling-Papier, wo möglich
  • Einkauf wenn möglich vor Ort
  • Dialogpost per GoGreen
  • Reduzierung unserer Briefaussendungen und Umstellung auf digitale Post
  • Getränke nur aus Glasflaschen
  • Take-away vom Porzellanteller mit Wärmedeckel oder aus der selbst designten Brot-Box

Unsere Klimaprojekte

Moore als Klimaschützer
B.U.N.D. - neues Leben für alte Moore

Sind Moore feucht und intakt, haben sie ein riesiges Speicherpotenzial für Kohlenstoff. Die besondere organische Substanz dieser Böden entwickelte sich über Jahrtausende aus abgestorbenen, aber unvollständig abgebauten Pflanzenresten. In trockenem Zustand aber stoßen die Moorböden große Mengen klimaschädliche Treibhausgase aus. Ein guter Grund, sich für die Renaturierung von Mooren einzusetzen.

Effiziente Energiegewinnung
Öfen und Kleinbiogasanlagen

Wo hauptsächlich Holz als Energielieferant verwendet wird, nimmt Abholzung Tieren den Lebensraum und vernichtet die so wertvollen Kohlendioxid-Speicher.

Projekte, die durch intelligente Energiegewinnung der Abholzung entgegenwirken und gleichzeitig sogar die Lebensqualität von Menschen steigern, finden wir sehr unterstützenswert.

Über myclimate haben wir unseren Verbrauch von 22,6 t CO2 mit 634,00 EUR kompensiert. Dieses Geld geht in die „Renaturierung deutscher Moore“. Moore binden effizient CO2 und ihr Schutz sorgt außerdem für den Erhalt oder sogar die Rückgewinnung wertvollen Lebensraums für viele bedrohte Tierarten.

Wie schon in unseren vergangenen Klimareporten ausgeführt, halten wir die CO2-Marktpreise für zu gering. Deshalb sind wir auch in diesem Jahr der Empfehlung des Umweltbundesamts (UBA) gefolgt. Daraufhin haben wir unsere Klimaschutzausgaben um weitere 3.450,00 EUR erhöht, die wir für Klimaschutz-Organisationen und -Projekte gespendet haben:

Fridays for Future Deutschland sowie die lokale Fridays for Future Gruppe in Freiburg haben für ihren konsequenten Einsatz für die Sichtbarkeit der Klimakrise in Politik und Medien jeweils 500,00 EUR vo uns erhalten – insgesamt also 1.000,00 EUR.

Projekte von Atmosfair wollten wir weiterhin unterstützen und haben hier zwei Projekten jeweils 1.000,00 EUR zukommen lassen: Das Projekt „effiziente Öfen in Ruanda“ vermeidet die Abholzung des Lebensraums der ansässigen Berggorillas und unterstützt den Klimaschutz durch mehr Energieeffizienz. Auch das Projekt „Kleinbiogasanlagen in Nepal" erhält die Biodiversität durch die Vermeidung von Abholzungen.

Zu guter Letzt wollten wir eine weitere Organisation unterstützen, die sich – in diesem Fall schon seit Jahrzehnten – für unser Klima und den Tierschutz einsetzt. 450,00 EUR haben wir daher noch an den B.U.N.D. e.V. gespendet.

Wie geht es weiter?

Wir arbeiten weiter daran, unseren CO2-Verbrauch nicht nur monetär zu kompensieren. Stattdessen möchten wir unseren CO2-Verbrauch durch sinnvolle Maßnahmen weiter reduzieren.

Gerade Digitalprojekte erfordern einen Blick auf Klimaaspekte

Auch die fortschreitende Digitalisierung stellt das Klima vor große Herausforderungen. Deshalb sehen wir uns als Digitalagentur auch in einer besonderen Verantwortung.

Verbesserte Bedienbarkeit (Usability) und schneller Seitenaufbau (Performance) von Websites und Apps kommen nicht nur den Nutzerinnen und Nutzern sowie der besseren Platzierung in Google & Co. zugute, sondern sie reduzieren durch geringere Serverlast auch den Stromverbrauch. Und wenn die genutzten Rechenzentren zusätzlich mit Ökostrom betrieben werden, dann nutzt dies auch stark dem Klima.

Deshalb beraten wir nach wie vor zu klimaneutralen Websites und werden auch in unseren Projekten auf Klimaschutzaspekte hinweisen, um das Bewusstsein unserer Kund:innen zu schärfen.